Beitrag zu wissenschaftlicher Konferenz in Dresden

Auf der Konferenz „Mensch und Computer 2018“ wurde im September 2018 die nachfolgende wissenschaftliche Publikation platziert:

Cadoni, I. & Bomsdorf, B. (2018). Mögliche Fallen bei der benutzerzentrierten Ermittlung von 3D Gesten. Mensch und Computer 2018-Tagungsband. Download

Bei der benutzerzentrierten Ermittlung von Gesten werden mögliche Benutzer gebeten, die aus ihrer Sicht passenden Gesten vorzuschlagen. Studierende haben für ihre gestenbasierten Prototypen Gesten vorgeschlagen und anschließend mittels Benutzertests mit potentiellen Endanwendern evaluiert. Diese studentischen Arbeiten wurden unter der Fragestellung möglicher Fallen bei der Definition von Gesten analysiert. Es kristallisierte sich heraus, dass die Adaption von bekannten Touch-Gesten (beispielsweise die Swipe-Geste oder die Pinch-Geste) nicht unmittelbar auf 3D-Gesten erfolgen sollte. Des Weiteren kann die Zufriedenheit mit Gesten aufgrund anderer Faktoren, wie ausgelöste Emotionen oder soziale Aspekte herabgesetzt werden.

Projektmitarbeiterin Isabella Cadoni bei der Posterpräsentation.

Im Rahmen der Postersession präsentierte Isabella Cadoni ihre Ergebnisse. Es zeigte sich, dass ein großes Interesse an der Thematik besteht. Besonders der emotionale Aspekt, also Gesten, die durch ausgelöste Emotionen entweder besser oder schlechter beurteilt werden, erregte breite Aufmerksamkeit. Es entstanden Diskussionen darüber, inwieweit Benutzer Gesten subjektiv wahrnehmen und in welchem Grad sich diese Wahrnehmung auf die persönliche Zufriedenheit auswirkt. Hierbei fiel besonders die Favoriten-Geste (ein mit den Fingern geformtes Herz) auf.

Darüber hinaus wurde vielfach über zukünftige Trends diskutiert. Währenddessen zeigte sich, dass intuitive Gesten und wie sie designt werden können (Gesten-Ermittlung) ein relevantes Thema für den Bereich Virtual Reality ist.