Beitrag zu wissenschaftlicher Konferenz in Portugal

Auf der HUCAPP (International Conference on Human Computer Interaction Theory and Applications) konnte im Januar 2018 folgende wissenschaftliche Publikation platziert werden:

Rupprecht D., Künkel D., Blum R. and Bomsdorf B. (2018). Definition of Gesture Interactions based on Temporal Relations. In Proceedings of the 13th International Joint Conference on Computer Vision, Imaging and Computer Graphics Theory and Applications – Volume 2: HUCAPP, ISBN 978-989-758-288-2, pages 116-123. DOI: 10.5220/0006625201160123 PDF-Download

In dieser Veröffentlichung werden die Definition von Gesten und Gesten-Interaktionen, sowie deren Klassifizierung und damit einhergehende Herausforderungen thematisiert. In der Literatur sind unterschiedliche Taxonomien zu finden, die sich in ihrer Semantik unterscheiden und deshalb zu Missverständnissen in einem Entwicklerteam führen können. Wir haben deshalb eine Notation entwickelt, in der die zeitlichen Intervalle der drei Aspekte Gesten-Ausführung, UI Feedback und Systemfunktionalität unterschieden werden. Diese umfassendere Beschreibung von Gesten-Interaktionen führt unserer Erfahrung nach zu einer besseren Kommunikation innerhalb des Entwicklungsprozesses.

 

Projektmitarbeiter und Doktorand Daniel Künkel bei der Posterpräsentation.

Während der Präsentation der Ergebnisse im Rahmen einer Postersession führte Projektmitarbeiter Daniel Künkel Interessierte an die Thematik des Beitrages heran. In zahlreichen Gesprächen zeigte sich, dass Designer bei der Klassifizierung von Gesten häufig mit eigenen Ansätzen oder angepassten Taxonomien aus der Literatur arbeiten, weil die jeweiligen Anforderungen sich oft signifikant unterscheiden. Die präsentierte Arbeit wurde jedoch von allen Gesprächspartnern als wichtiger Beitrag bewertet. Für bedeutsam wird zudem die Entwicklung einer universellen Gesten-Beschreibungssprache angesehen. Erste Ansätze wurden von anderen Teilnehmern präsentiert, was die Relevanz unseres Beitrages unterstreicht.

Des Weiteren wurde in Gesprächen mit anderen Konferenzteilnehmern die aktuelle Forschung im Bereich der Konzeption und Evaluierung berührungsloser Gesten-Interaktionen diskutiert. Gegenstand waren nicht nur technische Neuerungen wie neue Sensoren, Algorithmen, etc., sondern auch grundsätzliche Fragestellungen wie „Wie können gute Gesten designt werden?“, „Was ist für die Beteiligten (Programmierer, Designer, Benutzer) bei der Entwicklung von Gesten-Interaktionen wichtig?“ oder „Warum ist Rapid-Prototyping für Gesten-Interaktionen interessant?“. Hr. Künkel konnte zahlreiche potentielle Anforderungen und Denkanstöße für die weitere Arbeit im Projekt mit nach Hause nehmen.

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