Überblick

Das Projektvorhaben ProGesture zielt darauf ab, ein innovatives Software-Werkzeug zum Rapid Prototyping von 3D-Gesten-Interaktion zu erstellen. Es soll

  • die Partizipation von Benutzern in frühen Entwicklungsphasen stärken
  • und dabei unterstützen, Gesten nach verschiedenen Qualitätskriterien, wie z.B. der Ergonomie oder der User Experience/UX abzusichern.

„3D-Gesten“ (kurz: Gesten) bezeichnen vom Anwender im Raum ausgeführte, berührungslose Körperposen und -bewegungen. Sie werden eingesetzt um mit einem interaktiven System zu interagieren.

Das projektierte ProGesture-Werkzeug soll die zentralen Arbeitsschritte Gestenentwicklung, Interaktionsdesign und Evaluation unterstützen.

Funktionsbereiche des ProGesture-WerkzeugsHieraus leiten sich die drei Funktionsbereiche des ProGesture-Werkzeugs ab (siehe Grafik). Die Integration von Gesteneditor, Interaktionseditor und Testumgebung wird ein neuartiges enges Zusammenspiel der Funktionsbereiche erlauben: Sie ermöglicht es, während der Entwicklung zwischen diesen hin und her zu wechseln – in den verschiedenen Phasen des Entwicklungsprozesses und bei unterschiedlichen Herangehensweisen. Insgesamt entsteht damit – nach unserem Kenntnisstand erstmalig – ein die frühe Benutzerpartizipation berücksichtigendes, kohärentes Werkzeug zur flexiblen Entwicklung von 3D-Gesten-Interaktionen.

Zielgruppe sind Entwickler, d.h. Mitarbeiter von Unternehmen, wie Software-Entwickler, Interaktions-Designer, Ergonomen etc., die 3D-Gesten-Interaktionen erarbeiten und/oder testen.

Nach Projektende wird die erstellte vorwettbewerbliche Version des ProGesture-Werkzeugs wirtschaftlich und wissenschaftlich verwertet. Die Hochschule Fulda plant eine Weiterentwicklung zur Produktreife und eine Lizensierung an interessierte Unternehmen. Der Entwicklungspartner Pidoco GmbH wird ProGesture mit seiner eigenen, im Projekt erweiterten Software mit vertreiben, die Anwendungspartner EDAG Production Solutions GmbH & Co. KG und SYZYGY Deutschland GmbH ihre neu erworbenen Kompetenzen nutzen, um ihren Kunden Gesten-Interaktion anzubieten.

 

Das auf vier Jahre angelegte Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, im Förderprogramm „IngenieurNachwuchs”, Förderkennzeichen 03FH007IX5.